Neue Produktion mit Dieter Wedel

Politthriller mit hochkarätigem Ensemble
Vom 3. bis 19. August wird die Neuinszenierung „Das Vermögen des Herrn Süß“ aufgeführt


Neue Eindrücke, neue Schauspieler: Bei den Nibelungen-Festspielen 2012  wird vor dem Wormser Kaiserdom  „ Das Vermögen des Herrn Süß“ aufgeführt.  „Die Schwerpunkte liegen in diesem Jahr nicht wie im vorigen auf der Nacherzählung der tragischen Lebensgeschichte des Joseph Süß Oppenheimer, genannt „Jud Süß“, sondern haben sich in Richtung Politthriller verschoben“, erklärt Dieter Wedel. Wenn die Zuschauer eine neue Sichtweise auf die Geschichte und eine Neubesetzung vieler Rollen erwarten, werden sie nicht enttäuscht werden: Neben Walter Plathe, diesmal als Herzog, Peter Striebeck, André Eisermann und Roland Renner, spielen Marie Zielcke („Bin ich schön?, „Die Unberührbare“) Henrike von Kuick („Die Summe meiner einzelnen Teile“), Dieter Laser,  Michael Lesch sowie der Dresdner Theaterstar Tom Quaas u.a. mit. Marie Zielcke wird auf der Bühne am Wormser Kaiserdom ihr Theaterdebüt geben.
Grundlage der Neuinszenierung ist das Stück „Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß“, das Dieter Wedel und der israelische Dramatiker Joshua Sobol für die Nibelungen-Festspiele 2011 geschrieben haben.
Durch die aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen wurden bei der Neufassung des Stückes „Das Vermögen des Herrn Süß“ Schwerpunkte verlagert. „Die Verkomplizierung gesellschaftlicher, ökonomischer und politischer Veränderungen ebenso wie die Fülle der Nachrichten tragen dazu bei, dass viele Menschen immer weniger Zusammenhänge durchschauen und begreifen. Die dumpfe Ablehnung von allem, was unverständlich erscheint, fremd und dadurch bedrohlich, verführt zu Fremdenhass und Verfolgung“, sagt Dieter Wedel.
Wie haben sich das Stück und die Personen verändert? „Joseph Süß ist in der neuen Fassung noch mehr der Emporkömmling, der für die Karriere auch mal bereit ist, Skrupel über Bord zu werfen. Daneben hat die Figur, ebenso wie die des Herzogs, so viel Optimismus; beide glauben an die Veränderbarkeit der Welt, sie finden sich, werden Freunde, weil einer den anderen nicht nur toleriert, sondern auch inspiriert: Es geht um Macht, um Lebensentwürfe: Wie sieht eine bessere Gesellschaft aus? Aber auch: Wo bleibe ich in dieser neuen Gesellschaft?“, erläutert der Festspiel-Intendant. Die Geschichte wird in die 30er Jahre versetzt. Dieter Wedel: „Das soll nochmal verdeutlichen, dass sie sich eigentlich zu jeder Zeit und überall  ereignen könnte. Die 30er Jahre sind heute ein Sinnbild für  den Tanz am Abgrund, für das hemmungslose Bedürfnis des Publikums, sich zu amüsieren, und bloß nicht auf heraufziehende dunkle Wolken am Horizont zu achten.“

Nicht nur die Hauptfigur, auch etliche andere Figuren hätten sich wesentlich verändert. Sie seien vielschichtiger und widersprüchlicher geworden. „Das betrifft auch die Gegenspieler von Süß, General Speckenschwardt, ein gefährlicher Intrigant, der den Staatsstreich plant, und Minister Remchingen, ein feiner, kultivierter und dennoch machtversessener Politiker. Erweitert wurde auch die Rolle der Luzie Fischer. Die Geschichte ihrer Liebesbeziehung zu Süß wird kompletter erzählt“, erklärt Dieter Wedel.

„Das Vermögen des Herrn Süß“ von Dieter Wedel und Joshua Sobol wird vom 3. bis 19. August 2012 an 17 Abenden aufgeführt, die Tribüne auf der Westseite des Wormser Kaiserdoms bietet Platz für 1244 Zuschauer. Abweichend zu den Vorjahren beginnt die Vorstellung um 20.45 Uhr, nicht wie bisher um 21 Uhr.
(Quelle: www.nibelungenstespiele.de)

2 Antworten auf Neue Produktion mit Dieter Wedel

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